Virtuoses Spiel auf der Klaviatur verschiedener Betonoberflächen

Bundesverwaltungsgericht St. Gallen

Architekten Staufer & Hasler Architekten AG, Frauenfeld
Projektbeginn 2008
Realisation 2008-2012
Bauleitung HRS Real Estate AG, Frauenfeld; Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld
Ingenieure Conzett Bronzini Gartmann AG, Chur; Bänziger Partner AG, St. Gallen
Unternehmung HRS Real Estate AG, Frauenfeld; Feldmann Bau AG, Bilten
Bauherrschaft Kanton St. Gallen, vertreten durch das Hochbauamt des Kantons St. Gallen

Das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen fügt sich trotz seiner Grösse hervorragend in das bestehende Villenquartier ein. Dabei wurden die fünf administrativen Abteilungen in funktional unabhängige Einheiten aufgenommen, indem die so genannten Pools als zweigeschossige, um eine zentrale Halle angeordnete Abfolge von zimmerartigen Büros gestaltet sind. Diese Gliederung lässt sich in den Fassaden ablesen. Zentrales Element dieser architektonischen Kommunikation zwischen Innenraum und Fassade ist das in Sichtbeton realisierte Tragwerk. Die besondere Leistung der Architekten besteht gemäss Jury in der gestalterischen Bewältigung des ebenso komplexen Raumprogramms wie grossen Gebäudevolumens bis hin zum kleinsten Detail. Dabei spielen die Architekten virtuos auf der Klaviatur verschiedener Betonoberflächen: Schalungsglatt, gestockt oder geschliffen wie bei den Terrazzoböden mit ihren abs-trakten, mehrfarbigen Mustern, die ohne Trennlage zueinander handwerklich höchst gekonnt gefertigt sind.