Heizen und Kühlen mit Beton für die Energiestrategie 2050

Datum 26. Juni 2019
Zielgruppe

Planer, Architekten, Ingenieure, Unternehmer, Bauherren

Veranstaltungsort

Bau und Wissen, TFB AG, 5103 Wildegg

Die Energiestrategie des Bundes zeigt auf, dass wir alle technischen Mittel nutzen müssen, um Energie einzusparen oder diese ohne fossile Brennstoff herzustellen.

Bauteile aus Beton sind, wegen ihrer grossen Masse, hocheffiziente Heizkörper. Sie speichern Wärme hervorragend und lassen sich mit eingelegten Rohrleitungen ideal zur Wärmeverteilung nutzen. Die Strahlungswärme, die beheizte Betonwände abgeben, gilt als besonders behaglich. Die Speichermasse des Baustoffs lässt sich aber auch für die Kühlung von Räumlichkeiten nutzen. Grossflächige Bauteile aus Beton kühlen nachts durch Lüftung ab und entziehen dann tagsüber einem Raum überflüssige Wärme. Der Energieaufwand, der zum Kühlen und Heizen von Bauteilen aus Beton benötigt wird, ist gering. Die Flüssigkeit im Rohrsystem muss nur ein paar Grad über oder unter der angestrebten Raumtemperatur liegen, um in einem gut gedämmten, massiven Bauwerk die gewünschte Wirkung zu entfalten. Das macht das Heizen und Kühlen mit Beton in jeder Hinsicht nachhaltig.

Die Tagung erläutert die Funktionsweise, die Planung und den Einbau der Bauteilaktivierung, zeigt auf, welche Einsparungen in der Haustechnik mit dem bauteilaktivierten System erreicht werden und welche Vorteile dieses in Bezug auf bauphysikalische Eigenschaften hat. Es wird auf die Vorfabrikation der bauteilaktivierten Betonkörper eingegangen und an mehreren Beispielen der Langzeitnutzen des Systems präsentiert.

Zur Anmeldung bitte hier klicken.

Einladungsunterlagen zur Veranstaltung an der TFB


Programm

09.00

Begrüssung

Dr. Veronika Klemm

09.05

Energiestrategie 2050 - Ziele für die Bauwirtschaft

Dr. Kurt Bisang

09.40

Mehr Masse, mehr Beton – weniger Haustechnik, weniger Dämmung

Niklaus Hodel

10.15

PAUSE
10.35

Bauphysikalische Vorteile durch Bauteilaktivierung

Stefan Brücker

11.10

Bauteilaktivierung in der Planung und Ausführung

Pius Huwiler

12.00

Mittagessen

13.30

Bauteilaktivierung am Beispiel des Leonhardgebäudes ETH Zürich

Patrik Stierli

13.55

Beispiele der Bauteilaktivierung aus Österreich - Energiespeicher Beton:                                 Aktuelle Monitoring-Ergebnisse von einem Einfamilienhaus

DI Sebastian Spaun

14.50

PAUSE

15.10

Aktivierung von Betonfassaden

Rudolf Stüssi

15.45

hybridGEOTABS - Weiterentwicklung der Bauteilaktivierung in der EU-Forschung

Martin Ménard

16.20

Diskussion und Schlusswort (10 Min.)

Dr. Veronika Klemm