Bei der Beurteilung einer Sichtbetonoberfläche ist es sehr wichtig, dass der Bauherr schon vor der Ausschreibung in einen allfälligen Beurteilungsprozess einbezogen wurde und dass Referenzflächen sowie Toleranzgrenzen bestimmt wurden (Zielvereinbarung). Die Beurteilung selbst soll dabei hauptsächlich auf den Gesamteindruck abstellen, der sich bei einer Betrachtung des Bauwerks aus einer ihm angemessenen Entfernung bei normalen Lichtverhältnissen ergibt. Einzelkriterien sollten bauteilbezogen beurteilt werden.

Beispiel Korrosionserscheinungen

Weicht der Sichtbeton zu stark von den gemeinsam definierten Anforderungen ab und werden Mängel festgestellt, ist deren Beseitigung mit allen Vor- und Nachteilen zu diskutieren. Insbesondere ist der Bauherr darüber zu informieren, dass das Beseitigen von Mängeln zu sichtbaren Folgen führen kann.

Die Oberfläche kann Mängel wie Unebenheiten, Korrosionserscheinungen, Bluten, Kiesnester, Lunker, Risse, Kalkausblühungen- und aussinterungen, Grautonunterschiede, Verfärbungen, Kantenschäden, Schalhautstösse und Betonierfugen aufweisen. Im Folgenden finden Sie vertiefende Informationen zu diesen Mängeln sowie vorbeugende Massnahmen.

Bei der Bearbeitung der Betonoberfläche ist Folgendes zu beachten:

Die Bewehrungsüberdeckung nimmt durch die Bearbeitung ab und sollte daher höher gewählt werden (Korrosionserscheinungen). Ferner ist zu bedenken, dass die die Struktur freilegenden Verfahren auch vorhandene Kiesnester oder Lunker freilegen und betonen.

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