An der diesjährigen Swissbau hat der Archithema Verlag mit den Zeitschriften Umbauen + Renovieren und Das Ideale Heim zum achten Mal die Architekturpreise «Der beste Umbau» und «Das beste Einfamilienhaus» vergeben. Das Thema der räumlichen und baulichen Nachhaltigkeit hatte dabei oberste Prioriät.

Der beste Umbau

Es gibt in der Schweiz keine zweite Auszeichnung, die spezifisch dem Umbau gewidmet ist. Der bereits 2004 lancierte Architekturpreis «Der beste Umbau» hat darum eine wichtige Funktion. Mit 59 Einreichungen hatte die Ausschreibung auch dieses Mal wieder grossen Erfolg.

Den mit 10'000 Franken dotierten Jurypreis durfte das Büro Buchner Bründler aus Basel für ihren Umbau der Casa Mosogno im Tessin entgegennehmen. Das Prädikat der Jury: «Eine qualitätsvolle Innenverdichtung ist das Gebot der Stunde in unserem Land. Es gibt aber auch fast in Vergessenheit geratende Gegenden, in denen eine massive Entdichtung stattfindet. Und wenn es Antworten gibt, wie man Substanz erhalten, möglicherweise gar neue Impulse setzen kann, dann ist dieses Projekt eine dieser pfiffigen Antworten.»


Neben dem Preisgeld erhält der Jurysieger den «Goldenen Handschuh», eine vom Zürcher Künstler Max Grüter kreierte Skulptur aus Baubronze, der Gewinner des Publikumspreises erhält den «Silbernen Handschuh» aus Zinn. Die Skulpturen sind einem Bauhandschuh nachempfunden und stehen für den behutsamen Umgang mit der bestehenden Bausubstanz. 

    Vereinigung der drei geometrischen Archetypen Kreis, Dreieck und Quadrat.

    Das beste Einfamilienhaus

    Parallel zum Architekturpreis «Der beste Umbau» wurde auch die Auszeichnung «Das beste Einfamilienhaus» vergeben. Aus den 36 eingereichten Objekten wurden jene ausgewählt, die das Potenzial des jeweiligen Ortes erkannt und Räume mit einer hohen Wohnlichkeit erschaffen haben. Räume, die nicht nur für die jetzige Nutzung bestimmt sind, sondern auch flexibel umgenutzt werden können. Am meisten überzeugte die Jury das kleine Haus in Jonschwil von Lukas Lenherr Architektur in Zürich. «Das Projekt zeigt in der Zeit von Klimadebatte und der Diskussion um Ressourcen neue Wege auf», meint die Jury.

      Weitere Informationen auf www.architekturpreise.ch

      Impressionen der Preisverleihung 2020

      • Gewinner der BESTE UMBAU: Der Jurypreis von "Der beste Umbau 2020" und damit der goldene Handschuh wurde an Buchner Bründler Architekten verliehen für ihren Umbau eines Steinhauses in Mosogno TI. Nick Waldmeier, Hellade Miozzari und Andreas Bründler bedanken sich für die Auszeichnung.

      • Eine besondere Nennung beim "Der beste Umbau" erhielten die SAJ Architekten mit dem Umbau eines Wohn- und Atelierhauses im Kanton Waadt.

      • Die Auszeichnung "Das beste Einfamilienhaus" ging in diesem Jahr an Lukas Lenherr, der die Jury mit seinem Projekt «Kleines Haus» in Jonschwil SG überzeugte.

      • Alle Preisträger sowie der Jurypräsidenten (von links): Babara Holzer (Jurypräsidentin "Das beste Einfamilienhaus"), Lukas Lenherr (Lukas Lenherr Architektur); Hellade Miozzari und Nick Waldmeier (Buchner Bründler Architekten), Bernhard Anliker (SAJ Architekten), Stefan Cadosch (Jurypräsident "Der beste Umbau", Präsident des SIA)

      • Alle Redner und Gewinner (von links): Anita Simeon Lutz (Chefredakteurin *Das Ideale Heim"), Babara Holzer (Jurypräsidentin "Das beste Einfamilienhaus"), Michael Dreier (Raiffeisen Casa, Vertriebsleiter, Mitglied der Geschäftsleitung), Lukas Lenherr (Lukas Lenherr Architektur), Hellade Miozzari und Nick Waldmeier (Buchner Bründler Architekten), Stefan Cadosch (Jurypräsident "Der beste Umbau", Präsident des SIA), Britta Limper (Chefredakteurin Umbauen + Renovieren), Bernhard Anliker (SAJ Architekten)

      Villa Sandmeier, Lacroix Chessex Architectes, Genf

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