Die Ausgabe 2014/15 von BAUEN IN BETON präsentiert sieben neuere Bauten aus der Schweiz, wobei die Auswahl zum ersten Mal auch Infrastrukturbauten einschliesst. Alle Beispiele zeichnen sich durch einen eigenständigen und sensiblen Umgang mit dem jeweiligen  Ort und seiner Geschichte aus. Die Kantonsschule Heerbrugg und das Bundesstrafgericht in Bellinzona sind Um- und Erweiterungsbauten, bei denen Alt und Neu zu einer Einheit zusammenfinden. Die Primarschule Buttisholz ergänzt feinfühlig ein ländliches Bau-Ensemble und die Maison de l’Écriture in Montricher artikuliert den Übergang von den Wäldern des Juras zu den Feldern des Waadtländer Tieflandes. Im Gegensatz dazu gewinnt Zürich mit dem Baufeld E an der Europaallee eine neue, grossstädtische Grandezza. Die beiden Brücken aus dem Tessin schliesslich zeigen in exemplarischer Weise unterschiedliche Möglichkeiten im Umgang mit historischen Verkehrsbauten auf.

 

Der Baustoff Beton beweist dabei vielfältige Möglichkeiten. Er tritt als plastisch geformte Masse auf oder als Struktur, die aus Elementen gefügt ist. Er ist ebenso ausdrucksstark in seiner klassischen, grauen Erscheinung wie in strahlend weisser Gestalt oder als kostbar veredelter Kunststein. Ausgewählte Detailpläne helfen, das Verhältnis von Bauweise und Erscheinung der Gebäude besser zu verstehen – eine Neuerung in dieser Ausgabe von BAUEN IN BETON.

 

Als Einstieg in BAUEN IN BETON 2014/15 wird die Kirche St. Nicolas in Hérémence vorgestellt. Diese Eindrückliche Bauplastik, die wie ein künstlicher Felsen zwischen den Holzhäusern des Bergdorfes steht, wurde 1967-71 nach einem Entwurf von Walter Maria Förderer erbaut. Selten wurde die freie Formbarkeit von Beton so radikal genutzt wie hier. Körper und Raum durchdringen sich gegenseitig und der gegossene Stein wird durch sorgfältig ins Innere geführtes Licht belebt. Zu Recht gilt die Kirche als einer der wichtigsten Sakralbauten der Schweiz.

 

Die Bilder in dieser Ausgabe stammen von den Luzerner Fotografen Bruno Kuster und Lucia Frey. Die Texte verfasste und redigierte der Architekt und Publizist Martin Tschanz. Das Layout besorgten Miriam Bossard und Gen Wettstein.

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