Die Ausgabe 2012/13 von BAUEN IN BETON präsentiert sechs neuere Bauten aus der Schweiz, Spanien und Portugal. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen. Er reicht von einem sensibel in die Altstadtstruktur von Salamanca eingebetteten Kleinod bis zu einem robusten, rohen Gewerbebau in der Peripherie von Zürich, von einem landschaftsprägenden Museum für prähistorische Kunst im Hinterland von Portugal zu einer genossenschaftlichen Wohnanlage im Schatten des Uetlibergs. Dazu kommen zwei höchst unterschiedliche Schulhäuser: eine kleine Dorfschule in Grono und eine grosse Orientierungsschule in Carouge, die beide auf ihre Weise architektonisches Neuland beschreiten.

 

Der Baustoff Beton beweist dabei vielfältige Möglichkeiten. Er ist künstlicher Fels und lichtführende Wand, plastisch geformte Materie und filigranes Gefüge, mal ausdrucksstark auftrumpfend, mal dezent in den Hintergrund tretend. Ob zementgrau oder eingefärbt, ob glatt geschalt oder fein strukturiert: stets prägt die Materialität des Betons den Ausdruck der Architektur mit.

 

Als Einstieg in das Heft wird das Grosshandelsgebäude in Rotterdam vorgestellt, das 1947-53 von den Architekten W. van Tijen und H.A. Maaskant errichtet worden ist. Dank einer klugen Konzeption, die   von Anfang an Veränderungen bedachte, ist der Bau bis heute erfolgreich, trotz neuer Nutzungen und höheren technischen Anforderungen. Relativ wenig war nötig, um den Bau energetisch zu ertüchtigen. Seine Beton-Architektur erweist sich technisch, aber auch ästhetisch als dauerhaft und prägt mit ihrer starken, zurückhaltenden Präsenz die Identität der Stadt mit. All dies trägt dazu bei, dass der Bau heute, rund 60 Jahre nach seiner Eröffnung, als exemplarisch in Sachen Nachhaltigkeit gelten kann.

 

Die Bilder in BAUEN IN BETON 2012/13 stammen vom niederländischen Architekturfotografen Kim Zwarts. Die Texte verfasste der Architekt und Publizist Martin Tschanz, der auch als Redaktor verantwortlich zeichnet. Das Layout besorgte Bossard & Partner.

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