BAUEN IN BETON 2018/19

Die Ausgabe 2018/19 von «BAUEN IN BETON» präsentiert sechs neuere Bauten aus der Schweiz. Das Spektrum reicht vom grossräumigen Eingriff in die Kulturlandschaft bis zur fast unsichtbaren Verdichtung der Innenstadt, vom Einfamilienhaus am See über ein Stadthaus an immissionsreicher Lage bis zum Schulhaus einer Agglomerationsgemeinde. Die urbane Schweiz zeigt dabei viele Gesichter.

Der Baustoff Beton kann sich hervorragend an die vielfältigen Aufgaben und Situationen anpassen. Er bewährt sich beim subtilen Weiterbauen am Denkmal ebenso wie beim Überbrücken grosser Spannweiten. Er vermag Bescheidenheit auszudrücken und Repräsentationsansprüche geltend zu machen, Lärm abzuweisen und Klang zu modulieren. Die Beispiele beweisen, dass die plastische Formbarkeit des Materials und die Modulierbarkeit seiner Zusammensetzung und seiner Oberflächen ein enormes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen.

Als Einstieg in «BAUEN IN BETON 2018/19» wird das Kapuzinerkloster Sitten vorgestellt. Seine Umgestaltung und Erweiterung in den Jahren 1962-1968 ist das Meisterwerk des eigenwilligen, aus Venedig stammenden Architekten Mirco Ravanne. Im ausdrucksstarken Einsatz von Beton, Stein und Holz zeigt sich der Bau als Kind seiner Zeit. Ungewöhnlich ist die Kombination von plastisch gestalteten, stabförmigen und flächigen Elementen aus Beton, wobei letztere teils gefaltet oder zu Schalen verformt sind. Virtuos spielt Ravanne die Kunst des Fügens und der Fuge: in der Verbindung von Gebäude- und Bauteilen, von Alt und Neu und von Bauwerk und Garten. Seine Zusammenarbeit mit Künstlern, je nach Partner und Aufgabe auf unterschiedliche Weise, ist exemplarisch.

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